Lange Nacht der Kölner Museen 2011 - SATT

"Unterfangen" Andreas Lang

 

Auch in diesem Jahr präsentiert sich der artrmx e.V. im Programm der Langen Nacht der Kölner Museen 2011. Neben zahlreichen Ausstellungsorten befindet sich die Rheinlandhalle auf der Tour West der diesjährigen Shuttlebus-Route, die am 5.11.2011 zwischen 19 und 2.30 Uhr befahren wird.

 

Auch nach Ablauf der Museumsnacht ist die Ausstellung SATT vom 6. bis zum 13.11. von 15 bis 20 Uhr zu sehen. 

 

SATT – Ein Akronym aus vier Namen: Sandra Zuanovic, Andreas Lang, Tarek Abu Hageb und Tanja Selzer, junge KünstlerInnen mit Fokus auf die Malerei. Zusammen mit dem artrmx e.V. und seinen Gästen Katja Pudor, Birgit Bellmann, Roland Schmitz und Michael Sistig erkunden sie neue Wege in der Malerei und überschreiten die Grenze zu den benachbarten Gebieten Grafik und Skulptur. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Spielarten einer jungen, erfrischten Malerei.

 

Doch unter deren heiteren Oberfläche scheint es zu brodeln, Risse tun sich auf, ungeahnte Abgründe klaffen plötzlich inmitten der vertrauten Umgebung. Sie geben den Blick frei auf den Menschen hinter der Fassade. Entlarven seine Gier, seine Sehnsucht, sein Verhängnis. Denn das Bedürfnis nach Wohlstand, Sicherheit, die Sehnsucht nach Geborgenheit inmitten einer umsorgenden Familie, der Hunger nach Anerkennung und die Lust am Erfolg trieb und treibt ihn auch heute an. Doch um welchen Preis? Während im Westen geschlemmt wird, verhungern Menschen in Afrika. Während an der Börse die Aktienpreise für Rohstofffonds in schwindelerregende Höhen getrieben werden, schnellen die Preise für Lebensmittel irgendwo auf der Welt in die Höhe. Die alle Bereiche des menschlichen Lebens durchdringende und bestimmende Forderung nach Wachstum und Beschleunigung verhindert und leugnet sogar die Möglichkeit, je den Zustand der Zufriedenheit zu erreichen. Es kommt zum schizophrenen Paradoxon: Obwohl der Magen übervoll ist, meldet das Gehirn unstillbaren Hunger.

 

Die Zivilisation hat dem Ausleben niedrigster Instinkte durch Regeln und Gesetze einen Riegel vorgeschoben. Heute erleben wir ein hoch entwickeltes und raffiniertes System von Unterdrückung und Ausbeutung, bei dem die Akteure nicht auf den ersten Blick den Konsequenzen ihres Handels zugeordnet werden können. Doch der Mechanismus ist derselbe geblieben: In einer absurden Komödie, die, potenziert durch die Medien und ihre Schlagbilder, sich vor aller Augen abspielt, geht es nach wie vor um Fressen oder Gefressen werden - Homo homini lupus.

 

 

Wir freuen uns sehr über Euren Besuch! Nähere Infos zur Ausstellung SATT

 

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ÖFFNUNGSZEITEN

 

Vernissage: 5. November 2011 Lange Nacht der Kölner Museen 2011, 19-3 Uhr
Ausstellungsdauer: 6. bis 13. November 2011, 15-20 Uhr
Ausstellungsort: Rheinlandhalle, Venloer Str. 389, 50825 Köln (Eingang unterhalb des Leuchtturms)