LÜG MICH GLÜCKLICH - Ausstellung parallel zur Art Cologne

Foto: Petra Fischer

 

 

KÜNSTLER

Feli | Installation Fotografie | Haymarket Check 

„Haymarket Check“ ist der Name des 1924 von der Firma Burberry entwickelten Karomusters, das - natürlich auch in zahllosen unlizensierten Kopien - weltweit verbreitet ist. Ist es die ansprechende Gestaltung des Musters, oder das geschickt damit verknüpfte Image von Geschmack, Wohlstand und Understatement, das zu seiner einzigartigen Verbreitung geführt hat? Auf zahlreichen Reisen im In- und Ausland dokumentiere ich seit einigen Jahren das Phenomen „Haymarket Check“. Die Aufnahmen stammen u.a. aus: Amsterdam, Athen, Basel, Berlin, Bonn, Bozen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Kapstadt, Kairo, Köln, Lille, Lissabon, Luxor, Neapel, Maastricht, Pnom Phen, Santiago de Chile und Venedig.

 

Petra Fischer Fotografie | Swimming pool

Print Traum oder Wirklichkeit: Als Betrachter ist man auf der Suche nach Indizien des Realen. Der Blick sucht einen Punkt, an dem er in die Realität gleiten kann. Den gefunden, versteht er den Zusammenhang und gelangt so wieder in die Wirklichkeit.

 

Juliane Groß Malerei Objekt Polaroid | Sandfrei

Die Arbeiten von Juliane Groß sind ein spielerischer Prozeß: Die „Zutaten“ Schnittmusterbögen und Malerei. Sie collagiert und übermalt – es entstehen abstrakte Flächen und kräftige Farben werden hinzugefügt. Haupt- und Nebenwege entdeckt und neue Gebiete ertastet. Die dem Schnittmuster zugefügte Malerei, verschmilzt mit dem Untergrund zu einem neuen Zusammenhang – einer anderen Geschichte. Zum einen werden Fragmente durch die Übermalung sichtbar – Angaben zum „Fadenlauf“ oder die viel zitierte „Mitte“ die neu interpretierbar werden. Zum anderen wird die Modewelt, dargestellt durch die Schnittmuster, überdeckt, zerstört und entfunktioniert. Juliane Groß impliziert mit diesen „Modeplänen“ eine starre und unbewegli- che, normierte Gesellschaft, die es aufzubrechen gilt.

 

Johannes Jäger Skulptur Polaroid | The River – Sometimes blue

Biokinetik So wie sich ein Fluss sein Bett in die Landschaft gräbt, so zerfressen die Bakterien zusammen mit Feuchtigkeit den Stoff je nach Falztechnik und zu- gabe von Wasser. Man muss nur warten können. Zur richtigen Zeit gestoppt haben, die Bakterien ihre Arbeit getan und eine wunderbare Flusslandschaft ist entstanden. Manche Arbeiten haben ihre zeit, 1992-2005.

 

Pepita Installation Fotografie | Albtraum

Während die Hersteller ihre Logos gerne offensiv für alle sichtbar platzieren, um ihrem Träger Prestige zu verschaffen und ihre Marke zu promoten, wird die Herkunft von Kleidungsstücken nur in deren Innerem versteckt preis gegeben. Indem sie den Blick auf das „Made in“ in ihrem Kleiderschrank lenkt, entkleidet Pepita die Mode von ihren glamourösen Aspekten. Fragen zu Globalisierung und Konsumismus drängen sich auf und der schöne Schein entpuppt sich als Traum.

 

Peter Pichler Malerei Polaroid Zeichnung | N51.01970° E6.89805°

Bei den Bildern von Peter Pichler scheint es sich um Abbildungen unserer Realität zu handeln. Figurative Sujets, Stadtbilder, eine realistische Malerei, oftmals mit expressiverem Farbauftrag. Die Stadtbilder bei Nacht thematisieren die Sichtbarkeit und das Verschwinden der Dinge. Die Farbe definiert im Farbauftrag das Licht, die Beleuchtung, das Restlicht reflektiert vom grauen Asphalt. Andeutung als malerische Herausforderung. Das Auge des Betrach- ters verliert sich in den dunkel abgestuften Flächen, sucht in der Stille und Tiefe. Hier verdichten sich „soziale Fantasien“. Privatheit. Es entstehen Räume, die die Identität ihrer Bewohner verbergen. Eine andere urbane Wahrnehmung.

 

 

ÖFFNUNGSZEITEN:
Vernissage - Freitag, 15.04.2011 ab 18.00 Uhr

Ausstellung - Samstag, 16.04.2011: 12.00-18.00 Uhr

Ausstellung - Sonntag, 17.04.2011: 12.00-17.00 Uhr

 

 

WEITERE INFOS: www.luegmichgluecklich.de/