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Marc Dittrich „Häuser“


 

Das Thema „Where is my mind?“ trifft genau die Fragestellung, die Marc Dittrichs Installationsserie „Häuser“ zugrunde liegt. Mit Hunderten von aufgeklebten Fenster- und Balkonelementen verwandelt er verschiedenste Alltagsobjekte wie Stromverteilerkästen, Treppen, Kinosessel oder in diesem Fall auch Toilettenwände in futuristische Wolkenkratzer oder trostlose Wohnhaus-Silos. Die temporären Eingriffe bekommen durch sorgfältige Wahl von Perspektive und Licht einen eigenen Kunstcharakter und spielen mit der Wahrnehmung des Betrachters - die Grenzen zwischen Relität und Manipulation verwischen. www.marcdittrich.de

(5) Café Bauturm - Toilette

 

Maximilian Erbacher "All by myself"


 

Aus dem Tagebuch des "Taximörders": „In der Ecke eines Treppenabsatzes liegt eine Discokugel. Sie ist matt schwarz lackiert. Der Punktstrahler ist ausgeschaltet. Die Lichtreflexion der Spiegelkugel auf Boden und Wand sind mit Spiegelfolie fixiert.
Als das junge Mädchen aus der Disco kam und in das Taxi stieg, ahnte sie nicht, dass es ihre letzte Fahrt werden sollte. Ein anderer Tag. Früh am Morgen saßen zwei graue Herren der Kriminalpolizei in meiner Bude...“ www.maxerbacher.de

(9) St. Gereon

 

Gudrun Geyssel "Nachsitzen"


 

Im Fokus der Arbeit „Nachsitzen“ steht eine skulpturale Verbindung der Paradoxien der
Flüchtigkeit des vorübergehenden Platznehmens auf einer Bank und dem Materialimmanenten Aspekt der Unvergänglichkeit von Beton. Der Betrachter trifft auf eine Reihe von Bänken, in denen sich Gesäßabdrücke befinden – im allgemeinen eine Einladung, sitzend eine Darbietung zu konsumieren. „Nachsitzen“ jedoch wirft den Betrachter auf sich selbst zurück. Wenn er sich den Betonbänken nähert und die Abdrücke erkennt, entwickelt er die Idee, dass sich hier nichts mehr tun wird.
www.meins-taschen.de

(13) Spichern Höfe - historische Halle

 

Patricia Lincke "verdeutscht / Schläfer"


 

Mit ihrer Installation verhilft uns Patricia Lincke einen Blick in die Abgründe deutscher Bürgerlichkeit. In der Videoserie „verdeutscht“ offenbart sich für einen kleinen Moment durch ein Guckloch eine nachbarschaftliche Welt, die durch den Vorhang ohne möglichen Blickkontakt anonym bleibt. Die gleichnamigen Fotografien verdichten das Thema durch gezielte Komposition assoziationsstarker häuslicher Schätze auf der Fensterbank. Mit den Gardinenskulpturen „Schläfer“ fordert sie wiederum den Betrachter auf, genauer hinter den nachbarschaftlichen Vorhang zu blicken. Die Gardine als Verschleierungshilfe der Täter in unschuldigem Weiß zeichnet dabei transzendent die verräterischen Formen in den Raum. www.patricia-lincke.de

 (29) studio holterhoff

 

Pim Palsgraaf "Multiscape"


 

Das Atelier von Pim Palsgraaf befindet sich im Industriegebiet von Rotterdam. Seine Hassliebe zu dieser Arbeitsumgebung bildet die Basis seiner Arbeit – mit „Multiscape“ zeigt er Auswüchse von Urbanität. Wie Geschwulste des städtischen Wachstums drappiert er gefundene Objekte auf ausgestopften Tieren, wodurch er den Gegensatz von Kultur und Natur symbolisiert. Die Stadt scheint dabei das Tier zu überwältigen und in die Knie zu zwängen. Seine Malerei wiederum präsentiert uns das verborgene Innenleben der Städte. Öde Räume,  feuchte Korridore und Decken, die jeden Moment einzustürzen drohen, zeigen seine Schwäche für den städtischen Zerfall, für die natürliche Umgebung des Menschen, die langsam in Vergessenheit gerät. www.pimpalsgraaf.nl

(39) E-Raum

 

Jojo Tillmann „BreakUp“


 

Der langjährige Bühnen- und Lichtdesigner Jojo Tillmann zeigt mit „Break up“ interaktive Lichtobjekte, die nicht wie Werbe-Leuchtkästen anmuten, sondern aus verschiedenen Schichten von C-Prints, Folien sowie Acrylglas konstruiert sind und durch mehrfarbige LED-Lichter illuminiert werden. Diese erhalten ihren Leuchtimpuls über eine Pixelmapping-Software von einer Videokamera. Das aufgenommene Bild wird hierbei in verwertbare Datenströme zur Steuerung des Lichts verwandelt. Der Betrachter taucht dadurch in den Lichtraum ein, beeinflusst diesen und erlebt eine Defokussierung, indem er sich selbst als Teil des vorgestellten Raumes wahrnimmt.
http://homepage.mac.com/lichtbau/JoJo%20Tillmann/index.html

(47) Ecoist

 

Sarah Winter „Please fasten your seatbelt“


 

Sarah Winters Serie „Please fasten your seatbelt“ setzt sich mit Flugsicherheit auseinander. Die rituelle Vorführung  der Sicherheitsmaßnahmen durch die Flugbegleiter werden auf fünf Leuchtkästen nicht bloß nachgebildet, sondern ironisch inszeniert. Angelehnt an traditionelle Kirchenmosaike schuf sie eine Fensterserie, die vordergründig eine Wallfahrtsstätte der Sicherheit suggeriert, auf den zweiten Blick aber eine psychische Manipulation durch die Zelebrierung und Übertreibung der Kontrolle bis ins kleinste Detail offenbart. www.sarahwinter.de

(51) #Tausend

 

Montanaberlin (Christian Heilig, Esther Horn, Nadine Rennert, Gab Heller, Matthias Röhrborn, Richard Schütz) „mindscape“


 

"mindscape“ ist eine Installation der Künstlergruppe montanaberlin. Mit bildhauerischen Elementen (Christian Heilig und Nadine Rennert), Malerei (Matthias Röhrborn), Raumzeichnung (Esther Horn), Animationen (Gab Heller) und Film (Richard Schütz) vertauschen sie Innen- und Außenraum, Schatten und Licht, Bewegung und Stillstand. Modell wird Wirklichkeit, Realität vorläufig, Identität erforschbar. www.montanaberlin.de

(36) Rheinlandhalle

 

 

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