| Peter Baader |
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Lichte Transparenz und eine spürbare Suche nach Räumen kennzeichnet die Malerei von Peter Baader. Durch das Setzen von Kontrasten, die Verbindung von scheinbar Gegensätzlichem sowie das Zerstören und Übermalen rufen die Arbeiten des ehemaligen Nam June Paik Schülers vielfältige Assoziationen hervor. Einige Flächen lassen den Betrachter nicht eindringen, andere bedrängen ihn. Anstatt Formen zu bilden oder Räume voneinander zu unterscheiden, arbeitet er gezielt mit dem gesamten Raum, der für ihn Entfaltungs- und Aktionsraum ist. Indem er die Illusion eines unendlichen Raumes entstehen lässt, durchbricht er die Zweidimensionalität seines Kunstwerkes und öffnet eine weitere Raumdimension. www.peterbaader.de
(1) Spichern Höfe - historische Halle
| Gabriel Dubois |
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Für die Collagen des gebürtigen Canadiers Gabriel Dubois sind grafische, materielle und abstrakte Elemente charakteristisch. Seine Wurzeln hat er in der Streetart, was an der Auswahl der Untergründe seiner Werke zu erkennen ist: altes Holz. Dies erzählt seine eigene Geschichte und wirkt neben dem Einsatz von Schrift und Linien als eigenständiges Collagen-Fragment im Spannungsverhältnis zwischen innen und außen sowie Fragmentierung und Komplementierung.
(6) Glanzkinder
| Jörg Eibelshäuser „SYSTEM ERROR“ |
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„Your mind has a system error!“ Die Protagonisten in Jörg Eibelshäusers Bildern und Installationen führen einen Kampf zwischen Individualität und Anpassung, zwischen Sein und Schein, zwischen Ausleben der eigenen Persönlichkeit und der Suche nach einem festen Platz in dieser Gesellschaft. Sie stehen stellvertretend für Menschen, die in einer Welt von vorgegebenen Abläufen und festen Regeln ihren eigenen Weg suchen, oder ihn schon längst gehen. Isolation ohne Natur und ohne zwischenmenschliche Beziehungen. „Game over. Insert coin! Push to reject...“
(7) Halle 15
| Anna Genger "Broken Heart´s Tango for Two" |
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Die organischen, halbabstrakten Welten von Anna Genger bestehen aus labyrinthischen Kompositionen, floralen Elementen und farbenprächtigen Formen. Sie spiegeln innerste Gemütszustände wie Schmerz, Leid, Freude und Sehnsucht wieder. Besonders wichtig ist der Meisterschülerin des Royal College of Art in London die Materialität der Bilder, die den physischen Akt des Malens an sich als wesentlichen Aspekt der vollendeten Arbeit ausdrückt. www.upstairs-berlin.com
(11) IHK - Treppenhaus
| Matthias Gephart „Der Künstler ist kein Angestellter der Regierung“ |
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Matthias Gephart (1972) visualisiert ein Lebensgefühl der heutigen Zeit. Sein Antrieb ist die Begeisterung für das Neue, dass in Spuren zwischen Entstehungsprozess und Vergänglichkeit gedeiht. Dabei reichen seine Werkzeuge von Zeichenstift, Pinsel und Sprühdose bis zu Schere und Kleber, Kamera und Vectorprogramm: »Ohne Wildwuchs ist visuelle Kultur eintönig.« sagt Gephart. Eine Wurzel seiner Arbeit ist das Writing. Neben dieser Passion, von der er sich auch nach fast 20 Jahren nicht abgewandt hat, bilden seine Inspirationsquellen eine Collage vielfältiger Natur: »Bewegung, befremdliche Perspektiven, Schichten, Reste, Sammeln, Liebe, Herzschmerz und Erinnerung... Reisen, Lesen und unfreiwillige Komik in Medien und Politik.« www.disturbanity.com
(12) Rheinlandhalle
| Der Herr und sein Knecht feat. Clemente "Collaborations 2007" |
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Freies Assoziieren, das sogenannte „doodlen“ mit unterschiedlichen Materialien, Medien und Techniken auf Papier, erlaubt dem Künstlerkollektiv Der Herr und sein Knecht die Emanzipation von der klassischen Street-Art/ Graffiti Kultur. Elemente der Trivial-und Populärkultur wurden genauso wie ein zufällig aufgefundener Ausstellungkatalog der „Collaborations“ von Warhol, Basquiat und Clemente zur Quelle von Zitaten. Die Beschäftigung mit diesen Protagonisten ließ Parallelen an der eigenen Arbeit erkennen, was schließlich zu einer- nicht ganz ernst gemeinten Identifizierung und ätherischen Verschmelzung mit den drei Kunstschaffenden führte.
(19) L'Aristokrassie
| Tarek Abu Hageb „Waffen“ & „I go Goya“ |
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Der Schweizer Künstler Tarek Abu Hageb (1972) sucht nach neuen grenzübergreifenden Wegen, Ideen um- und einzusetzen. Seine Polygravuren – Lötkolben auf Teppich – ordnet er der Malerei zu, obwohl sie zeichnerischer Natur sind. Die „Waffen“-Serie, deren Malgrund aus der VIP-Lounge der Art Basel stammt, thematisiert die Waffe einerseits als Liebhaber- und Sammlerobjekt, andererseits als Macht- und Mißbrauchsin-strument. Die Serie „I go Goya“ beschäftigt sich derweil mit dem Aberwitz anhaltender Selbstzerstörung, die der Künstler ausgehend von Radierungen Goyas ins Hier und Jetzt übersetzt.
(17) Spichern Höfe - historische Halle
| Li Haibin "Where is my mind?" & "I look for my mind for 12 days“ |
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Der gebürtige Chinese Haibin Li sieht Kunst als Lebensweise. So reflektiert er in mit „I look for my mind for 12 days“ Erlebtes in einer Art illustrativem Tagebuch. Die Arbeit „Where is my mind?“ thematisiert die Beziehung von Kommunismus und Rassismus – anhand von Mao-Zitaten, Fotokopien des Tiananmen-Massakers, Songtexten der Pixies auf chinesisch und Dialogen aus „My Blueberry Nights“ von Regisseur Wong Kar-Wei. Seine Technik: Mixed Media – Bambuspapier, Leder, Tusche oder gar Sojasoße – auf Leinwand. www.lihaibinart.blogspot.com
(28) Fenz Kunstraum
| Laurent Impeduglia "V.I.T.R.I.O.L" |
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Laurent Impeduglia (1974, Belgien) ist ein bauwütiger Künstler. Die Bandbreite seiner Arbeiten reicht von witzigen Zeichnungen und kleinen Skulpturen zu wilden Ölgemälden und Installationen. Was sie untereinander verbindet, ist die zwanghafte Beziehung zum Akt des Bauens und Zusammenfügens. Ziegel und Werkzeuge – ob als tatsächliche (wenn auch leicht abgeänderte) Objekte oder als Zeichnungen und Gemälde – dienen beim Bau billiger Schlösser, brennender Kirchen oder einstürzender Iglus. Das Wort „Vitriol“, das den Künstler seit kurzem beschäftigt, steht für den Versuch, von der Objekt-Konstruktion auf den Gedanken der Rekonstruktion seiner Selbst zu schließen. www.impeduglia.com
(21) Spichern Höfe - historische Halle
| R. J. Kirsch „Alter Ego“ |
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Die Serie „Alter Ego“ von R.J. Kirsch stellt den Begriff der Identität den Möglichkeiten der elektronischen Medien gegenüber. In einer Rauminstallation sind bis zu 20 Portraits in eine Reihung gebracht. Die aus Einzelteilen zusammengesetzten Köpfe entstehen nach dem Prinzip des Phantombildes. Vorgefundene physiognomische Versatzstücke werden über sein eigenes Portrait gelagert, bis neue synthetische Figurationen gefunden sind, die als Vorlage zur malerischen Umsetzung dienen. In der Präsentation als Serie verdichten sich die Phantome zu einem Panorama und nehmen innerhalb der Hängung Beziehung zueinander auf. www.r-j-kirsch.de
(22) IHK - Treppenhaus
| Paolo Maggis „Torture“ |
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Paolo Maggis nimmt mit seinen Malereien die dunkle Seite und Verletzlichkeit des Menschen unter die Lupe. Torture 1 ist inspiriert von Bildern des Irakkriegs und zeigt einen Gefangenen, der Gewalt und Demütigung ausgesetzt ist. Die zweite Arbeit beschäftigt sich mit selbstauferlegter Knechtschaft, die Hand in Hand mit Selbszerstörung und Selbstdemütigung auftritt. Beide Arbeiten fordern den Betrachter heraus, seine Geschichte, sich selbst und sein persönliches Schicksal zu reflektieren. www.paolo-maggis.com
(31) Fenz Kunstraum
| Alexandra Medilanski |
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Alexandra Medilanski führt die Gattung der Selbstportraits ad absurdum, indem sie ihre eigene Darstellung sabotiert und die Menschen auf ihren Bildern dem Betrachter abgewandt porträtiert. Sie malt ihr persönliches Umfeld, Freundinnen und Freunde - die Bilder gewinnen dadurch, als gemaltes Tagebuch der Begegnungen, fast den Charakter einer gemalten Autobiographie. Gelegentlich sind gesellschaftliche Situationen eingestreut, eine Party, ein Besuch. Nur: Ein Gesicht bekommt man nicht zu sehen.
(32) Noni
| Sébastien Plevoets |
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Der belgische Maler Sébastien Plevoets präsentiert sich zum einen mit kleinformatigen Malereien, die seine innere Verfassung wiederspiegeln. Zum Anderen zeigt er zudem größere Formate, auf denen er persönliche Zeichnungen, Bilder aus der aktuellen Presse und Historisches miteinander mixt.
(40) IHK - Treppenhaus
| Tanja Selzer |
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Die Malerei Tanja Selzers widmet sich der Konstruktion von Realität und dem politischen Kontext, der dahinter steht. Aus der alltäglichen Flut medialer Motive wählt sie Bilder vom Krieg oder von Katastrophen, die durch Menschenhand verursacht wurden. Diese verändert sie durch Komposition, Farbverschiebung und die Leichtigkeit des malerischen Auftrags so, dass sie für den Betrachter im Mantel einer scheinbaren, meist landschaftlichen Idylle erscheinen. Ihr Verfahren der Verschiebung und Verfremdung scheint der Maxime Sergei M. Eisensteins zu folgen: „Die Farbe beginnt dort, wo sie nicht mehr der natürlichen Färbung folgt.“ So sind Tanja Selzers Katastrophen in wolkiges Rosa, grelles Pink, verschmutztes Lila oder Hellblau getaucht. Erst der zweite Blick lässt den Rückschluss auf die Realität, die faktische inhaltliche Verortung zu. www.tanjaselzer.de
(44) Spichern Höfe - historische Halle
| Elena Steiner |
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Die großformatigen, realistischen Malereien von Elena Steiner üben auf den Betrachter eine son-derbare Anziehungskraft aus. Zentrales Thema der in Wien lebenden Tschechin ist der Mensch und dessen soziales Umfeld. Doch weniger die Protagonisten unserer heutigen Lifestylegesellschaft, vielmehr die Alltagswelten der „Common People“ unterschiedlicher Herkunft sind es, die die Künstlerin beschäftigen. Sie geht der Frage nach, welche Auswirkungen Isolation, Anonymität, Entfremdung oder massenmediale Einflussnahme auf Menschen haben und setzt diese Themen in tiefgehende, oft subtile, manchmal aber auch mit einem leichten Augenzwinkern zu verstehenden Bildinszenierung um. www.elenasteiner.at
(45) The New Yorker | Hotel
| Kirsten van den Bogaard "Where is my mind" |
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In unserer visuellen Welt bleibt zwischen Sensation und Katastrophe nur wenig Raum für den alltäglichen Moment. Kirsten van den Bogaard beobachtet, sammelt und dokumentiert solche menschlichen Augenblicke. Ihre Malerei funktioniert dabei als Filter und der glänzende Malgrund Dibond als Spiegel der Umgebung. Die gewonnene Essenz stellt das echte Leben zur Schau. Das gilt ebenso für die eingefangene Situation wie auch für die Reflexion des Betrachters. „Where is my mind?“ ist somit mehr Formel als Frage – ein Begriff für den ständigen Kampf mit sich selbst um die eindrucksvollste Darstellung der eigenen Botschaft. www.vandenbogaard.blogspot.com
(49) Rheinlandhalle
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