| EVENTS IN DER RHEINLANDHALLE |
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DRAMA KÖLN freut sich im November auf ein Gastspiel der ganz besonderen Art an einem ganz besonderen Ort: Vom 3. bis zum 7. November zeigt Philine Velhagen ihre aktuelle Münchner Produktion ZORN in Köln - ausgezeichnet mit dem AZ Stern der Woche!
Und zwar – wie immer bei DRAMA KÖLN – nicht im Theater. Vielmehr haben wir auch für ZORN einen außergewöhnlichen Spielort gesucht und gefunden: Bereits 1928 für Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen genutzt, hat 80 Jahre später artrmx die Rheinlandhalle im Helios-Gelände zum Zuhause für zeitgenössische Kunst gemacht. Und jetzt erlebt man hier auch Theater:
ZORN
Zwei Männer auf der Suche nach ihrem Zorn: Sie sind Helden, prüfen ihre Männlichkeit, fordern sich, geraten in eine Tortenschlacht, sitzen auf einem Wrack, sprechen von Taten, die sie gerne vollbracht hätten, die aber schon andere lange Zeit vor ihnen vollbracht haben, erzählen vom Zorn und dass er ihnen fehlt.
Zentrales Anliegen Sloterdijks in "Zorn und Zeit" ist die Auseinandersetzung mitdem Zorn als eines der wesentlichen Motive menschlicher Produktivität. "Thymós"heißt das Organ auf altgriechisch, das nach der Säftelehre der antiken Medizin für die zornigen Aufwallungen verantwortlich ist. Dieser Zorn erzeugt kulturbildende "Symptome" wie Stolz, Ambition, Ehre, Selbstbehauptungswillen, aber auch Empörung, Aggression oder Kampfbereitschaft. Ausgehend von Peter Sloterdijks These berichten die beiden Schauspieler von Zurücksetzungen, die ihnen widerfahren sind, und davon, dass sie den Grund dafür immer bei sich gesucht haben, und dann losgelassen haben, wie ihre Therapeuten es ihnen empfahlen. -Aber damit sei jetzt Schluss und sie üben mittlerweile schon das Brustrausstrecken.Schluss. Nicht länger beleidigt die Wunden lecken, Stolz in der Brust spüren, eine Zornbank aufbauen und mit deren Kapital dann eine wirklich große Tat hervorbringen. Ein Held sein. Geschichte machen und nicht nur in ihr leben.
Presse:
"Und am Ende ist man Zeuge der Geburt eines neuen Theatergenres geworden:des postdramatischen Boulevards. Herrlich." (SZ, 5.5.2009)
Ausgezeichnet mit dem AZ Stern der Woche für Philine Velhagen (Regie), Arthur Klemt und Jörg Witte (Darsteller) – für „Zorn“
03. bis 07. November 2009 // Beginn jeweils um 20:30 h
Kartenreservierung: info@drama-koeln.de // 0221-276 22401
Spielort: RHEINLANDHALLE am Leuchtturm / HELIOS-GELÄNDE
Venloer Straße 389 // 3. Etage // 50825
Köln-Ehrenfeld
Mit Jörg Witte und Arthur Klemt
Regie Philine Velhagen
Ausstattung Mirella Östreicher // Licht Michael Bischoff
Produktion Angelika Fink // Dramaturgie Gabriel Döll
Das Helios-Gelände ist bekannt für den schon von weitem sichtbaren Leuchtturm, das Wahrzeichen Ehrenfelds. Der gesamte Gebäudekomplex ist eines der besterhaltenen Kölner Industriedenkmälern der Jahrhundertwende. Die dritte Etage der Rheinlandhalle, eigentlich Residenz des artrmx e.V., bietet mit einer Fläche von 500 Quadratmetern dem Münchner Ensemble ein optimales temporäres Zuhause in Köln.
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder. Sowie durch Mittel des Kulturreferats München. |